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Hessen beschleunigt Impfkampagne und erweitert Impfangebot


Wiesbaden. In den nächsten Wochen werden deutlich mehr Corona-Schutzimpfungen in den 28
hessischen Impfzentren erfolgen können. Das sagte Hessens Innenminister Peter Beuth am
Freitag in Wiesbaden. Bereits in der laufenden Woche wurden durch das Land fast 170.000
Termine vergeben und damit die meisten Impfangebote in den Impfzentren seit Beginn der
bundesweiten Kampagne zum Schutz der Bevölkerung vor dem Corona-Virus unterbreitet. In der
kommenden Woche soll diese Zahl erneut steigen. Aktuell warten noch rund 300.000 registrierte
Impfberechtigte – fast ausschließlich aus der Priorisierungsgruppe 2 – auf ihre Termine.
Ausgehend von den derzeitigen Impfstoff-Lieferprognosen werden sie noch diesen Monat alle
Termine bekommen und bis Ende Mai erstmals geimpft sein. Aufgrund unterschiedlicher
Altersstrukturen in Hessen, gibt es – je nach Region – auch zunehmend größere Unterschiede im
Hinblick auf die Wartezeiten und den Impffortschritt in den einzelnen Altersgruppen. So kommen
in einzelnen Impfzentren bereits jetzt nur noch wenige Bürgerinnen und Bürger für eine Impfung
mit  dem Vakzin von Astrazeneca infrage. Hessen ermöglicht daher ab sofort allen mindestens 60-
Jährigen die Registrierung für Impfungen mit dem Wirkstoff. 
„Wer mindestens 60 Jahre alt und in Hessen impfberechtigt ist, kann sich ab sofort für eine
Schutzimpfung mit dem Wirkstoff von Astrazeneca registrieren. Zwar können nicht alle sofort
drankommen, weil in vielen Regionen noch viele über 70-Jährige auf ihre Termine warten und wir
ihnen den Vorrang lassen wollen. Der heutige Schritt ist aber wichtig, um sicherzustellen, dass
verfügbare Impfdosen auch rasch eingesetzt werden können, um uns alle besser zu schützen.
Insgesamt nimmt die Impfkampagne immer weiter an Fahrt auf. Aktuell wird in den Impfzentren
mehr geimpft als je zuvor. Zuletzt haben jedoch veränderte Empfehlungen im Umgang mit dem
Astrazeneca-Impfstoff für Verunsicherung gesorgt. Dies hat zu vermehrten Absagen und nicht
wahrgenommenen Terminen geführt. Das ist bedauerlich und ein Rückschlag für unser aller
Bemühen, so schnell wie möglich, so vielen Menschen wie möglich ein Impfangebot zu
unterbreiten. Nicht wahrgenommene Impftermine werden sofort wieder angeboten.

Künftig können davon auch Hessinnen und Hessen ab 60 Jahren profitieren“, sagte Hessens
Innenminister Peter Beuth.
„Der Impfstoff von Astrazeneca ist zugelassen und hochwirksam. Jede erfolgte Impfung ist ein
aktiver Beitrag zum Gemeinschaftsschutz. Alle Bürgerinnen und Bürger können sich – wie bei
jedem Medikament – über die Wirkstoffe und ihre möglichen Nebenwirkungen umfangreich
informieren: Nutzen Sie dieses Informationsangebot! Die Impfungen sind unser
erfolgversprechendster Weg aus der Pandemie. Wir kommen nur dann schneller voran, wenn alle
zugelassenen Impfstoffe angenommen und verwendet werden“, sagte Gesundheitsminister Kai
Klose.
Bei Registrierung Astrazeneca auswählen: Ab 60-Jährige haben Chance auf zeitnahe Impfung
Gemäß den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission wird der Wirkstoff von Astrazeneca für
die Impfberechtigten verwendet, die mindestens 60 Jahre alt sind. Bis Ende April stehen
voraussichtlich etwa eine Viertel Million Dosen des Astrazeneca-Wirkstoffs zur Verfügung. Fortan
können in Hessen alle Personen ab 60 Jahren, die sich mit dem zugelassenen Wirkstoff von
Astrazeneca impfen lassen wollen, dies bereits bei der Registrierung über das Online-Portal
impfterminservice.hessen.de oder telefonisch über die Hotlines 116 117 sowie 0611 - 505 92 888
vermerken. Da der Personenkreis, der für diesen Impfstoff infrage kommt, begrenzt ist, erhöhen
sich so für die ab 60-Jährigen die Chancen auf eine möglichst zeitnahe Impfung. 
25 Prozent der Astrazeneca-Termine nicht wahrgenommen – aber kein Impfstoff ungenutzt 
Die hessischen Impfzentren haben zuletzt vermehrt gemeldet, dass vereinbarte Termine für eine
Impfung mit dem Wirkstoff der Firma Astrazeneca nicht wahrgenommen werden. Die
durchschnittliche Quote lag in Hessen zuletzt bei rund 25 Prozent nicht wahrgenommener
Termine mit dem Wirkstoff von Astrazeneca. Trotz der zuletzt gestiegenen Anzahl an nicht
wahrgenommenen Terminen, mussten keine Impfstoffe deswegen ungenutzt verworfen werden.
Flexible Terminvergabe und Nachrücker-Listen sichern Nutzung freiwerdender Impfstoffe
Bereits mit dem Einsatzbefehl vom 28. Januar 2021 hat das Land alle Gebietskörperschaften dazu
aufgefordert, sicherzustellen, dass kein Impfstoff wegen Überlagerung verfällt. Das Land Hessen
hat den Impfzentren empfohlen, in eigener Zuständigkeit „Nachrückerlisten“ zu führen, auf denen
schnell verfügbare, priorisiert zu impfende Personengruppen aufgeführt sind. Wenn Termine
nicht wahrgenommen werden, so können die dadurch freiwerdenden Impfstoffe über die
Nachrücker-Listen oft noch am selben Tag verimpft werden. Ebenso können freiwerdende
Impfstoffe flexibel wieder in die Terminvergabe des Landes gegeben werden, so dass hierüber
auch kurzfristig wieder Termine vergeben werden können. So ist sichergestellt, dass kein Impfstoff
verfällt oder zu lange lagert, weil einzelne Termine nicht wahrgenommen werden. Gleichwohl
appelliert das Land an alle, die einen Impftermin haben, diesen auch wahrzunehmen oder aber
den erhaltenen Termin frühzeitig über das Registrierungsportal zu stornieren, wenn man ihn nicht
wahrnehmen kann. Dadurch erhalten dann andere Registrierte schneller die Möglichkeit,
einen Impftermin zu erhalten. Fragen oder Unsicherheiten im Umgang mit Impfstoffen können
Impfberechtigte im Arztgespräch in den Impfzentren oder auch mit ihrem Hausarzt klären. 
Alle wichtigen Infos zur Impfkampagne in Hessen finden Sie auch immer auf corona-
impfung.hessen.de