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Hochwasserschutz beginnt im Wald: Gemeinde investiert in Pflege von Gräben, Durchlässen und Rückhaltemaßnahmen
„Gerade die oft wenig sichtbaren Maßnahmen im Wald leisten einen entscheidenden Beitrag zum Schutz unserer Ortslage“, erklärte Bürgermeister Waldemar Gogel. Über die Jahre hatte sich in vielen Gräben und Durchlässen Erde, Laub und angeschwemmtes Material angesammelt. „Das wird alles ausgehoben, damit der Durchlass wieder frei ist und das Wasser ungehindert ablaufen kann“, so Forstwirt Betz. Diese Durchlässe – meist Rohre unterschiedlicher Größe – sorgen dafür, dass Regen- oder Tauwasser kontrolliert abgeleitet wird und sich nicht unkontrolliert staut. Ergänzt wird dieser Hochwasserschutz durch natürliche Rückhaltemaßnahmen im Wald. Diese Becken, Mulden oder Vertiefungen nehmen Wasser auf und halten es zurück, sie nehmen Tempo aus den Wassermassen und lassen es deutlich geregelter weiterfließen. „Unten im Ort kommt das Wasser dadurch mit weniger Masse und deutlich langsamer an“, erklärte der Forstwirt. Das ist ein wichtiger Beitrag zum vorbeugenden Hochwasserschutz.
Die Maßnahmen haben aber auch einen ökologischen Mehrwert. So bieten die Rückhaltebereiche Lebensraum für Molche, Frösche und andere Tiere - auch Wildtiere wie Rehe nutzen sie als Trinkstellen.
In den vergangenen Jahren konnten viele dieser Anlagen nicht regelmäßig gepflegt werden. Teilweise sind sie mittlerweile derart zugewachsen, dass sie nur schwer wiederzufinden sind. Umso wichtiger sei es, so der Bürgermeister, die bestehenden Strukturen jetzt systematisch zu kontrollieren und freizulegen.
Die Arbeiten finden im gesamten Gemeindegebiet statt – überall dort wo Durchlässe und Rückhaltemaßnahmen vorhanden sind. Bürgermeister Waldemar Gogel fasst zusammen: „Ziel ist es, den Hochwasserschutz langfristig zu stärken. Viele, auf den ersten Blick kleine Maßnahmen wie diese, sorgen dafür, dass Wassermengen bei Starkregen kontrolliert abfließen und Schäden im Ort vermieden werden können."

