Foto eines Waldarbeiters bei einer Baumfällung

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit heißt Zukunft gestalten – denn gemeinsam tragen wir alle die Verantwortung dafür, den kommenden Generationen eine lebenswerte Welt zu erhalten.
Forsteinrichtungswerk

Eine nachhaltige, zeitgemäße und multifunktionale Waldbewirtschaftung ist gewährleistet, wenn regelmäßige Kontrollen des Datenmaterials durchgeführt werden können. Diese Daten müssen daher zutreffende, aussagekräftige Informationen über den Waldzustand und die Holzvorräte liefern können. Die sogenannte Forsteinrichtung bildet hierzu die Basis. Die Forsteinrichtung soll das bestimmende Planungs- und Bewirtschaftungsinstrument für den Forstbetrieb und zugleich Spiegel und Wegweiser sein.

Die Forsteinrichtung umfasst die Waldinventur (Erfassung des Waldzustandes) und die Kontrolle der Maßnahmen, die im vergangenen Forsteinrichtungszeitraum durchgeführt wurden. Ebenfalls enthalten ist die Planung für den folgenden Forsteinrichtungszeitraum. Da die Produktionszeiträume in der Forstwirtschaft länger sind, erstreckt sich ein solcher Forsteinrichtungszeitraum, abhängig von Bundesland und Waldbesitzart, über 10 oder 20 Jahre. In Freigericht beträgt dieser Zeitraum 10 Jahre. Das derzeitige Forsteinrichtungswerk wurde zum 01.01.2013 erstellt.

Die multifunktionale Ausrichtung der Forstwirtschaft bedingt neben der Kontrolle und Steuerung der Nachhaltigkeit der Holznutzung auch, dass der Erholungsfaktor des Waldes sowie der Wasser-, Boden-, Waldnatur-, Klima-, und Immissionsschutz innerhalb der Forsteinrichtung Berücksichtigung in Analyse und Planung finden.

Bei der nächsten mittelfristigen Planung, die alle zehn Jahre überarbeitet und erneuert wird, stehen die Mitarbeiter vor einigen unbekannten Faktoren. Wetter, Sturmereignisse oder Dürreperioden, wie in den Jahren 2018, 2019 und 2020, erschweren präzise Prognosen zur Ausrichtung des Waldes. Nun müssen die Forsteinrichter mit verschiedenen und neuen Baumarten planen, die den Umwelteinflüssen gewappnet und dabei den örtlichen Bodenverhältnissen angepasst sein sollen. Der Facettenreichtum der Standorte ist hierbei zu berücksichtigen und zuletzt auch das Wuchsverhalten der unterschiedlichen Baumarten einzukalkulieren. Das Ziel im Forsteinrichtungswerk ist ein naturnaher und stabiler Baumbestand, der nachhaltig und ökologisch bewirtschaftet wird. Hierbei erfüllt der „Freigerichter Forst“ auch Schutzfunktionen wie Grundwasser- / Hochwasserschutz und die Verhinderung von Erosion.

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