Foto der Gesamtansicht der Schillingsmühle von Norden

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"schillingsmühle", Somborn

Das Areal, das zur sogenannten „Schillingsmühle“ gehört, ist rund 0,8 Hektar groß und befindet sich, aus Richtung Gondsroth kommend, rund 500 Meter hinter dem Ortseingang von Somborn.

Hanauer Straße 53 - 55
63579 Freigericht
  • Geschichte

    Die Geschichte der Schillingsmühle geht zurück bis ins 17. Jahrhundert. Als erster Beständer ist Heinrich Kreis (Greys) bekannt, die Mühle hieß damls folglich noch „Kreisemühle“. Johann Adam Kreis, der Sohn von Heinrich Kreis, wurde 1690 bis 1698 als Beständer erwähnt. Von Johann Adam Kreis ging die Mühle über an dessen Sohn, Johannes Kreis. Dieser wurde im „Actum Somborn“ vom 19.07.1731 erwähnt. Da Johannes Kreis ein größeres Wasserrad angeschafft hatte um die Mahlkapazität der Mühle zu erhöhen, musste der Betriebsgraben erhöht und die alten Wehre abgerissen und neu gebaut werden. Wegen dieser Veränderungen klagten damals die Beständer der anderen Mühlen und die Gemeinde Somborn, die für die Höherlegung des Betriebsgrabens und den Neubau der Wehre zuständig war. Auf Johannes Kreis folgte Johann Jakob Kreis. Dieser war bis 1819 Besitzer der Mühle.

    Im 18. Jahrhundert ging die „Kreisemühle“ in den Besitz von Johannes Schilling über, der Eva Kreis geehelicht hatte. Fortan hieß die Mühle „Schillingsmühle“, obwohl der Sohn von Johann Jakob Kreis, Johann Peter Kreis, bis zu seinem Tod 1867 Besitzer der Mühle war. Danach wurde die Mühle an Joachim Trageser verkauft. Die Familie Trageser riss die Mühle, die zum Ende des 19. Jahrhunderts stark verfallen war, ab und erstellte sie neu. Der letzte Besitzer und Betreiber war Josef Trageser. Die zuletzt „Tragesermühle“ genannte Getreidemühle wurde 1972 stillgelegt.

    (Quelle: Auszüge aus der "Freigerichter Heimatblätter – Dezember 2011, Nummer 35")

  • Sachstand der Entwicklung

    Bereits seit Frühjahr 2014 wurde durch die Gemeindeverwaltung der Kontakt mit den Grundstückseigentümern der ehemaligen „Schillingsmühle“ oder auch „Tragesermühle“ in Somborn aufgenommen.

    Ziel war es die Gewerbebrache einer neuen Nutzung zuzuführen und somit diesen städtebaulichen Missstand im Zentrum von Somborn zu beseitigen. So sollten auf dem knapp 8.000 m² großen Areal Wohnungen geschaffen werden. "Bezahlbaren Wohnraum" für etwa 110 Menschen versprach die betreuende Projektgesellschaft, die das Gelände im September 2017 gekauft hat. Das Angebot galt besonders für ältere Menschen und junge Familien.

    Die Gewerbebrache ist nunmehr zu einem Wohn- und Bürokomplex entwickelt worden, der ab 2020 genutzt wird.

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