Foto einer Biene, die Nektar an einem Obstbaum sammelt.

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit heißt Zukunft gestalten – denn gemeinsam tragen wir alle die Verantwortung dafür, den kommenden Generationen eine lebenswerte Welt zu erhalten.

Streuobstwiesen

Streuobstwiesen

Streuobstwiesen prägen seit jeher unser Landschaftsbild in Freigericht. Der Anbau von Streuobst ist ein wertvoller Beitrag zum Naturschutz.

Die Fläche von mehr als 100 Hektar an Streuobstwiesen, die es in Freigericht gibt, ist durchaus beachtlich. Um es etwas bildlicher auszudrücken – zusammengenommen ergibt diese Fläche mehr als 140 Fußballfelder.

In unseren Streuobstwiesen liegt großes Potential. Sie tragen dazu bei, den Obstbedarf unserer Region zu decken.

Zusätzlich bergen sie auch einen Erholungsfaktor, natürlich in erster Linie für die Besitzer bzw. Benutzer, aber auch für Einheimische und Gäste, die sich am Anblick gepflegter Wiesen erfreuen können. Auch beim Stichwort "Biodiversität" sind unsere Streuobstwiesen ein wichtiger Faktor. Sie bieten Insekten, allen voran Bienen, Kleintieren, wie Igeln, und Wildvögeln, wie Bussarden und Spechten, einen wertvollen Lebensraum.

  • Landschaftspflegeverband Main-Kinzig-Kreis e. V.

    Foto des Logos vom Landschaftspflegeverband Main-Kinzig-Kreis e. V., das Logo zeigt zwei angedeutete Hügel auf denen Obstbäume stehen und daneben ein Bild mehrerer blühender Obstbäume

    Der Landschaftspflegeverband Main-Kinzig-Kreis e. V. (LPV) begrüßt die Initiative der Gemeinde Freigericht. Auf der Homepage des LPVs finden Interessierte Wissenswertes über Natur- und Kulturlandschaften. Auch nützliche Tipps und Kursangebote, wie zum Beispiel Obstbaum-Schnittkurse, sind dort zu finden.

  • Streuobstwiesen-Börse

    Die Pflege und Unterhaltung der Streuobstwiesen durch den Eigentümer kann manchmal aus unterschiedlichsten Gründen nicht mehr geleistet werden. Dies hat zur Folge, dass die Wiesen verwildern und wertvolles Obst als Nahrungsmittel verloren geht.

    Andererseits gibt es immer mehr, auch gerade junge Familien, die Interesse an aktivem Naturschutz haben und Wert auf gesunde Ernährung legen. Obst für den Eigenbedarf zu erzeugen rückt immer mehr in den Fokus des Interesses. Auch ist die Arbeit in der Natur ein guter Ausgleich für den Büroalltag. Kinder können die Natur direkt erleben und lernen Verantwortung für ihre Umwelt zu tragen.

    Wir als Gemeinde begrüßen es sehr, wenn möglichst viele Obstbäume in unserer Region gepflanzt und gepflegt werden.

    Die Streuobstwiesen-Börse vom Landschaftspflegeverband Main-Kinzig-Kreis e. V. soll helfen, Besitzer, die ihr Grundstück verpachten oder zur Bewirtschaftung freigeben wollen, und Interessierte zusammenzubringen. Wir sind Ihr Ansprechpartner für die Aufnahme und Bearbeitung Ihrer Daten und geben diese dann mit Ihrem Einverständnis an die Streuobstwiesen-Börse weiter. So kann gewährleistet werden, dass die Streuobstwiesen erhalten bleiben und gepflegt werden.

    Der Landschaftspflegeverband Main-Kinzig-Kreis e. V. begrüßt das Engagement der Gemeinde Freigericht, weil so der Aktionsradius in Sachen Streuobstwiesen erweitert wird und hofft, dass sich viele Nachahmer finden. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.streuobstwiesen-boerse.de.

    Machen Sie mit und leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung unserer schönen Naturlandschaft im Freigericht!

  • Obstbaum-Bestellaktion

    Der Herbst wird von Streuobstwiesenbesitzern gerne genutzt, um Neupflanzungen von Obstbäumen vorzunehmen. Der Landschaftspflegeverband Main-Kinzig-Kreis e. V. (LPV) unterstützt diese Maßnahmen jedes Jahr mit dem Angebot, Obstbäume zu einem vergünstigten Preis über den Verband zu kaufen.

    Der Obst- und Gartenbauverein Freigericht-Somborn nimmt die Bestellungen entgegen.

  • Die Biene

    Was wären unsere Streuobstwiesen ohne die Biene? Aber nicht nur die Obsternte, nein, unsere gesamte Ernte wäre um ein Vielfaches schlechter, würde dieses nützliche Insekt nicht die Blüten bestäuben. Kaum zu glauben – direkt nach Schwein und Rind ist die Biene unser wichtigstes Nutztier!

    Rund drei Viertel aller unserer pflanzlichen Nahrungsmittel (Obst, Gemüse etc.) sind abhängig davon, dass Bienen sie bestäuben. Trotz dieser enormen Wichtigkeit hat die Biene seit Längerem einen schlechten Stand – Pestizide, Milben und Monokulturen setzen ihr stark zu.

    Satte Blüten- und Streuobstwiesen sind für die Biene bestens geeignet, genauso wie ein ohne Pestizide bewirtschafteter Wald, der durch seine Artenvielfalt, z. B. Linden, Ahorn, Weiden, Wildkirsche, Nadelbäume und Efeu, eine abwechslungsreiche Nahrungsquelle bietet. Diese Lebensräume sind in Freigericht glücklicherweise noch vorhanden.

    Jeder Gartenbesitzer kann den Bienen, ebenso wie anderen Insekten, helfen, indem Rasenflächen oder -streifen in Wildblumenwiesen umgewandelt werden. Um den Bienen eine abwechslungsreiche Nahrungsquelle zu bieten, können Sie eine Bienenwiese, auch Bienenweide genannt, anlegen. Bienen bevorzugen vielblütige Pflanzen, zu ihnen gehören unter anderem Akelei, Engelwurz, Fingerhut, Flieder, Lavendel, Lupine, Mahonie, Mädesüß, Rittersporn, Stachelbeere, Thymian, Waldmeister, Wiesenschaumkraut, Ysop und Zitronenmelisse.

    Weitere Informationen zum Thema Biene geben Ihnen gerne auch die ortsansässigen Imker bzw. der Verein der Freigerichter Imker.

  • Mistelbefall - Gefahr für Obstbäume

    Seit einigen Jahren breitet sich die Laubholzmistel auf Streuobstwiesen immer weiter aus. Dies verursacht große Schäden an den Obstbäumen (Wirtspflanzen).

    Apfelbäume sind am stärksten befallen, andere Obstarten, wie z. B. Birnbäume, sind in der Regel weniger betroffen.

    Dass die Mistel sich verstärkt ausbreiten konnte, liegt vor allem daran, dass die Kronen vieler Obstbäume nicht ausreichend gepflegt werden. Werden Obstbäume regelmäßig zurückgeschnitten, kann dabei ein Ausschnitt des Mistelbefalls erfolgen und so eine weitere Ausbreitung auf dem Baum verhindert werden.

    Foto einer Mistel

    Wie die Mistel am besten bekämpft werden kann, zeigt das unten aufgeführte Infopapier vom Naturschutzbund Deutschland e. V. (NABU). Der richtige Umgang mit befallenen Bäumen kann ein Absterben der Bäume verhindern oder zumindest verlangsamen. Der Obst- und Gartenbauverein Freigericht-Somborn 1951 kann hier Hilfestellung geben (Kontakt siehe unten).

    Die Mistel ist zwar eine Heilpflanze, sie darf aber, entgegen einer verbreiteten Fehlinformation, von Bäumen entfernt werden. Sie ist nicht ausschließlich auf Obstbäume als Wirtspflanze angewiesen, eine Gefährdung der Mistel ist also nicht gegeben.

  • Obst- und Gartenbauverein Freigericht-Somborn 1951

    Ansprechpartner: Albert Schmitt, Bonifatiusstraße 13, 63579 Freigericht,
    Telefon: 06055 6411
    E-Mail: ogv.freigericht@gmx.de

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Misteln in Streuobstbeständen

Nabu-Infopapier, Stand 2016

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