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Historischer Grenzstein an Birkenhainer Straße repariert und neu gesetzt


Der Grenzstein befindet sich entlang der bekannten Birkenhainer Straße, ein rund 71 Kilometer langer historischer Heer- und Handelsweg, der Hanau mit Gemünden am Main verbindet und heute ein beliebter Wander- und Radweg ist. Der Grenzstein stammt aus dem Jahr 1870, als die Landesgrenze zwischen dem damaligen Königreich Preußen und dem Königreich Bayern neu vermessen wurde.

Entsprechend tragen seine Seiten die eingemeißelten Bezeichnungen der beiden historischen Königreiche. Neben der individuellen Grenzsteinnummer weist der Stein die typische Gestaltung dieser Epoche auf: Ein eingearbeitetes Loch markiert exakt den Grenzpunkt, während eingemeißelte Linien den Verlauf der Grenze bis zum nächsten Grenzstein anzeigen. Derartige Grenzsteine wurden damals in regelmäßigen Abständen von etwa 70 bis 100 Metern gesetzt.

Der betroffene Stein war vermutlich im Zuge von Mäharbeiten abgebrochen worden. Der Bauhof der Stadt Alzenau übernahm die Reparatur, bei der das Originalstück auf einem stabilen Betonsockel befestigt wurde, um es dauerhaft zu sichern.

Nun wurde der Grenzstein im Beisein von Vertreterinnen und Vertretern der beteiligten Kommunen wieder eingesetzt. Für die Gemeinde Freigericht nahmen der Erste Beigeordnete Heinz Höfler sowie Mitarbeitende des Bauamts teil. Die Stadt Alzenau wurde durch den zweiten Bürgermeister Helmut Schuhmacher, Beschäftigte der Stadtverwaltung und des Bauhofs vertreten. Die fachliche Organisation übernahm Peter Weigand, Vermessungsingenieur beim Amt für Bodenmanagement in Büdingen, unterstützt von einem Vermessungstrupp aus Bayern. Gemeinsam wurde überprüft, dass der Grenzstein exakt an seiner historischen Position eingesetzt wurde.

Der markante Stein ist vielen Radfahrern und Wanderern bekannt, da er über Jahrzehnte deutlich sichtbar und besonders weit aus der Erde heraus ragend am Wegesrand der Birkenhainer Straße stand. Mit der erfolgreichen Reparatur bleibt dieses auffällige historische Zeugnis erhalten.

Der Erste Beigeordnete der Gemeinde Freigericht betonte die Bedeutung des historischen Grenzzeichens: „Der Grenzstein ist nicht nur ein Vermessungspunkt, sondern ein sichtbares Zeugnis der Geschichte, das wir für kommende Generationen erhalten müssen.“