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Bürgermeister besucht Kita Zwergenland in Somborn – Austausch zu Sanierungs- und Umbauplänen
Für die geplante Maßnahme liegen erste Schätzungen bei rund 2,1 Millionen Euro. Ein beauftragtes Planungsbüro ist derzeit mit der Prüfung betraut und berücksichtigt dabei auch energetische Aspekte. Abschließend werden die Ergebnisse der Gemeindevertretung vorgestellt, die über die Umsetzung entscheiden wird.
„Da sich das Gebäude im Eigentum der Gemeinde befindet, wäre eine Sanierung ohnehin notwendig gewesen, denn an diesem Gebäude wurden schon seit vielen Jahren keine Sanierungsmaßnahmen mehr vorgenommen. Die geplanten Arbeiten sind aus Verwaltungssicht absolut erforderlich und sinnvoll, um diesen Kitastandort zu erhalten“, betont Bürgermeister Waldemar Gogel. Zum Vergleich: Im Rahmen einer Projektstudie wurde ein kompletter Neubau mit voraussichtlichen Kosten in Höhe von bis zu sechs Millionen Euro beziffert.
Das als Alternativstandort ins Gespräch gebrachte, nicht mehr genutzte Vereinsheims des Kaninchenzuchtvereins H 425 Somborn e.V., im örtlichen Sprachgebrauch als Hasenheim bezeichnet, hatte sich als nicht geeignet herausgestellt. Mehrere Prüfungen in den vergangenen Jahren – die letzte 2024 – kamen zu einem klaren Ergebnis: „Das Hasenheim eignet sich nicht als Unterbringungsmöglichkeit. Die räumlichen und infrastrukturellen Voraussetzungen reichen für einen Kita-Betrieb nicht aus“, so die stellvertretende Ordnungsamtsleiterin Heike Weber.
„Schon jetzt ist das dortige Platzangebot zu klein, perspektivisch wäre es für den wachsenden Betreuungsbedarf mit der aktuellen und geplanten Wohnraumschaffung am Wahlberg und am Coca-Cola-Gelände sowie dem neuen Wohnbaugebiet Dermbach 2 in Bernbach noch weniger geeignet. Es ist unsere Pflicht, diesbezüglich vorausschauend zu planen und zu handeln“, macht Bürgermeister Waldemar Gogel deutlich. Denn: Für zwei Gruppen mit insgesamt bis zu 40 Kindern plus zwei Waldgruppen mit 40 weiteren Kindern, die den Standort Zwergenland als Ausweichquartier nutzen, werden entsprechende Betreuungs-, Aufenthalts- und Nebenräume benötigt. Diese Kapazitäten sind im Hasenheim weder vorhanden noch herstellbar. Zudem unterstreicht der Rathauschef: „Wir wollen optimale Bedingungen – für die Kinder und die Erzieher. Das ist mir gerade als Familienvater besonders wichtig.“
Stellvertretende Ordnungsamtsleiterin Heike Weber fügt hinzu: „Der Standort wurde in der Vergangenheit mehrfach geprüft, er funktioniert leider nicht. Mit den bestehenden Räumlichkeiten des Hasenheimes lässt sich eine Kinderbetreuung nach den rechtlichen Vorgaben nicht durchführen. Hier wären umfangreiche An- und Umbaumaßnahmen erforderlich, die nach Ansicht der Verwaltung nicht umzusetzen sind. Auch für das pädagogische Personal können dort keine angemessenen Arbeitsbedingungen geschaffen werden.“
Die Gemeindeverwaltung prüft aktuell dennoch den Erwerb des Hasenheims, um es Freigerichter Vereinen zur Nutzung zur Verfügung zu stellen.

