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Gemeinde Freigericht trauert um ehemaligen Bürgermeister Manfred W. Franz


Manfred W. Franz wurde am 29. Juli 1946 geboren. Von 1989 bis 2006 stand der Christdemokrat als Bürgermeister an der Spitze der Gemeinde Freigericht und prägte in diesen 18 Jahren die Entwicklung der Kommune nachhaltig. Bereits zuvor engagierte er sich als Mitglied der Gemeindevertretung - nach seiner Zeit als Bürgermeister war er im Ortsbeirat Bernbach kommunalpolitisch für seine Heimat aktiv.

Während seiner Amtszeit wurden zahlreiche wegweisende Projekte umgesetzt. Dazu zählen unter anderem die Entwicklung neuer Baugebiete in allen Ortsteilen, die Ausweisung der Gewerbegebiete Wehrweide und Birkenhain, umfangreiche Kanalbaumaßnahmen, der Bau neuer Spielplätze sowie die Errichtung der Kreisverkehre Wehrweide und Wahlberg. Auch die Stärkung der Kinder- und Jugendarbeit durch die Einstellung von Jugendreferenten sowie die Einführung eines Hilfspolizisten, aus der die heutige Ordnungspolizei hervorgeht, gehen auf seine Amtszeit zurück. Mit seinem Engagement legte Manfred W. Franz wichtige Grundlagen für die positive Entwicklung Freigerichts.

Manfred W. Franz war der erste Bürgermeister Freigerichts, der nicht durch die Gemeindevertretung, sondern direkt durch die Stimmen der Bürgerinnen und Bürger gewählt wurde (in seiner zweiten Amtsperiode). 

Für seine Verdienste um die Gemeinde wurde ihm nach seinem Ausscheiden aus dem Amt im Juli 2007 die Ehrenbezeichnung „Ehrenbürgermeister“ verliehen. Im Jahr 2021 erhielt er zudem die Bürgermedaille der Gemeinde Freigericht.

Neben seinem kommunalpolitischen Wirken war Manfred W. Franz über viele Jahrzehnte in der Kreis- und Landespolitik aktiv. Seit 1972 war er Mitglied des Kreistags.

Der gelernte Schriftsetzer, der 1970 in die Junge Union eintrat, übernahm 1975 die hauptamtliche Geschäftsführung der CDU-Fraktion des Kreistags, bevor er 1982 als Verwaltungsangestellter beim Main-Kinzig-Kreis tätig war. Von 1987 bis zu seiner Wahl zum Freigerichter Bürgermeister war er erneut Geschäftsführer der CDU-Kreistagsfraktion des Main-Kinzig-Kreises.

Viele Jahre war er zudem in der Kommunalpolitischen Vereinigung der CDU/CSU tätig, davon mehr als zehn Jahre als stellvertretender Landesvorsitzender der KPV-Hessen.

Auch in zahlreichen Vereinen war Manfred W. Franz aktiv. Besonders eng verbunden blieb er stets seinem Heimatort Bernbach, wo er sich im Sportverein ebenso wie im Musik- und Gesangverein engagierte. Seine Leidenschaft für die Volksmusik und sein vielfältiges ehrenamtliches Engagement machten ihn weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt.

Bürgermeister Waldemar Gogel würdigt das Lebenswerk seines Amtsvorgängers: „Mit Manfred W. Franz verliert Freigericht einen Kommunalpolitiker, der unsere Gemeinde über drei Amtsperioden mit großem Engagement, Weitblick und Herzblut geprägt hat und in unserer Gemeinde große Fußspuren hinterlassen hat. Zahlreiche Projekte, die heute selbstverständlich erscheinen, tragen seine Handschrift. Sein Einsatz galt stets dem Wohl der Bürgerinnen und Bürger. Für sein langjähriges Wirken und seine Verdienste um Freigericht gebühren ihm unser Respekt und unsere große Dankbarkeit. Unsere Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei seiner Ehefrau Renate, seinen drei Töchtern sowie seiner gesamten Familie.“

Zum Gedenken an Manfred W. Franz hat Bürgermeister Waldemar Gogel eine siebentägige Trauerbeflaggung angeordnet. Mit dieser Geste nimmt die Gemeinde Abschied von dem verstorbenen Ehrenbürgermeister und würdigt sein langjähriges Wirken zum Wohle der Gemeinde.