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„Mit dem Bürgermeister durch… Horbach“ – Große Resonanz und positive Nachrichten zur Zukunft der Linde


Bürgermeister Waldemar Gogel ging ausführlich auf die Zukunft des geschlossenen Hotels und ehemaligen Gasthauses ein. Rund ein Jahr lang habe die Gemeinde nach einer passenden Lösung gesucht und dabei etwa 30 Verkaufsgespräche geführt. „Es hat wirklich nicht an Interessenten gemangelt. Aber uns war es wichtig, Käufer zu finden, die seriös sind und einen echten Mehrwert für Horbach schaffen“, erklärte der Rathauschef. Eine zentrale Voraussetzung sei dabei gewesen, wieder ein gastronomisches Angebot im Ortsteil zu etablieren – insbesondere nach dem Wegfall der Gaststätte Schaffrath.

Mit einer Käufergemeinschaft aus dem Raum Hanau und Alzenau habe die Gemeinde nun eine vielversprechende Lösung gefunden. Die drei Investoren kommen aus dem Handwerks- und Gastronomiebereich, der Gastronom betreibt bereits seit mehreren Jahren eine Gastronomie in Hanau-Großauheim. Im Vorfeld habe es zahlreiche konstruktive Gespräche gegeben – auch mit der Bauaufsicht.

Das vorgestellte Konzept sieht neben einer Gaststätte (Wiedereröffnung nicht vor Sommer 2027) insgesamt vier Mietwohnungen vor. Darüber hinaus sollen Räume im Erdgeschoss künftig Vereinen zur Verfügung gestellt werden. Geplant ist außerdem ein 24-Stunden-Kiosk in der Garage des Gebäudes. Dieser könnte perspektivisch einen möglichen Wegfall des Teo-Marktes kompensieren und regionale Produkte örtlicher Anbieter wie Wurst, Käse oder Backwaren anbieten. Nach 22 Uhr soll der Zugang ausschließlich per Ausweis und EC-Karte möglich sein. Dadurch soll verhindert werden, dass sich der Bereich zu einem nächtlichen Treffpunkt entwickelt.

Bei der Bürgermeistersprechstunde waren mit Fabian Hartwieger und Fiorello Imbrogno zwei der Käufer persönlich anwesend und stellten ihre Planungen vor. Sie informierten unter anderem darüber, dass künftig ein Hausmeister direkt vor Ort wohnen werde und zusätzlich Personal zur Pflege des Objekts eingestellt werden soll. Vorgesehen ist außerdem ein Biergarten auf der derzeitigen Grünfläche neben dem Gebäude. Bürgermeister Waldemar Gogel begrüßte ausdrücklich, dass sich die künftigen Eigentümer bei dieser Gelegenheit frühzeitig persönlich in Horbach vorgestellt haben. Dies sei „ein tolles und vertrauensvolles Zeichen“. Auch der traditionsreiche Name bleibe erhalten: „Die Linde bleibt die Linde“, sind sich Käufergemeinschaft und Bürgermeister einig.

Der Kaufpreis für die Immobilie liegt bei 650.000 Euro. „Das ist kein Jubelpreis, aber ein sinnvoller Abschluss des Themas Linde – und vor allem einer, der einen echten Mehrwert für Horbach schafft“, so der Bürgermeister. Über den Verkauf entscheidet die Gemeindevertretung an diesem Donnerstag, 21. Mai 2026. Waldemar Gogel zeigte sich hierzu zuversichtlich.

Weitere Themen der Ortsteilsprechstunde waren die medizinische Versorgung sowie der öffentliche Nahverkehr. Zwar gebe es derzeit keinen Hausarzt direkt in Horbach, jedoch befinde sich mit der neuen Praxis von Dr. Burow am Ortseingang von Altenmittlau ein wohnortnahes Angebot. Zudem sprach sich Bürgermeister Gogel klar für den Erhalt des Carlos-ÖPNV-Angebots aus, das die Gemeinde derzeit mit knapp 100.000 Euro jährlich bezuschusst. Rund 40 Prozent der Fahrten führten zum Bahnhof in Langenselbold, weitere 40 Prozent innerhalb Freigerichts und etwa 20 Prozent nach Rodenbach. Das aktuelle Projekt laufe Ende des Jahres aus und müsse neu vergeben werden. „Wir wollen dieses Angebot gerne erhalten“, betonte Gogel abschließend.